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DJ Scientist
Eine irrsinnig verzweigte Plattensammlung. Über
kistenweise verteiltes Promomaterial steigend, durch Labyrinthe aus frischem
Vinyl stolpernd (man macht zu oft Halt, um sich wiedermal eines dieser
eigensinnig-schönen Equinox-Artworks genauer anzusehen), findet man
sich erst langsam zurecht in diesem Raum, der mit jeder Minute, die man
damit verbringt ihn zu erkunden, zu wachsen scheint. Kurz ruht man seine
Augen aus, sucht einen kahlen Fleck an der Wand und während verschiedenste
Platten über die Teller wandern, hört man DJ Scientist erzählen.
Dann sieht man ihn als 10-jährigen, sitzend vor dem Radio der Eltern,
wie er, immer die Aufnahmefunktion bereit, Lieblingsmusik auf Kassetten
überspielt. Was als Suchbewegung am Tuning-Rad des Radioempfängers
begann, setzt sich später mit flinken Fingern durch die Plattenkisten
fort und wird zum Leitmotiv einer Biographie: Auch wenn der Name DJ Scientist
bis heute immernoch meist im Zusammenhang mit Underground-HipHop fällt,
hat er selbst sich doch stets als Rastloser gezeigt, als einer, der sich
eben nicht auf einen Stil sondern auf Musik als solche festlegen wollte.
Seit er 1995 mit dem DJing begann, wächst mit seiner Plattensammlung
auch seine Bekanntheit stetig – getragen von den ersten Mixtapes
auch über die Stadtgrenzen seiner Heimat München hinaus. 2001
erscheint dann die erste selbstproduzierte Platte, ein DJ-Tool namens
“Mad Science Breaks” auf Sellwell Records. Gespeist aus Samples
und Loops alter HipHop- und Funkplatten, hatte schon diese Scheibe die
Kraft, neue Türen zu öffnen. Auf gänzlich anderem Terrain
bewegt sich die Misantropolis EP, erschienen 2002 auf dem mitterweile
gegründeten Audiac-Label. Düster und verschachtelt klingen die
Beats auf denen er zusammen mit Backdraft, Misanthrop und Omega Takeshi
(88:Komaflash) dem damals schon darbenden deutschen HipHop frische Ideen
entgegenhielt.
Einiges hat sich seitdem getan und wenn man heute im mitterweile nach
Berlin umgezogenen Equinox-Hauptquartier sitzt, erkennt man schnell, was:
Mit der für ihn typischen Bestimmtheit legt DJ Scientist im schnellen
Wechsel Instrumentalplatten, Electro, Düster-Psychedelisches und
gänzlich Undefinierbars auf. Sein Label Equinox steht ein für
diesen Eklektizismus. Man braucht nur eine der Platten aus dem stetig
wachsenden Stapel an eigenen Releases in die Hand zu nehmen: Alles ist
an seinem Platz, nichts muss sich aufdrängen. Dieselbe Hingabe, die
seine Musik beseelt, spricht auch aus dem außergewöhnlichen
Artwork, der von ihm veröffentlichten Platten.
2005 erschien unter Mitwirkung internationaler Künstler “Welcome
to the Neo Golden Age”; die erste Equinox-Compilation. Darauf sind
mit “Riding my Nightmare”, “Raincoatman” und “Twilight
Zone” (unter dem Alias “Echelon”) drei grundverschiedene
Tracks enthalten, mit denen Labelchef Scientist erneut von sich Reden
macht. Sein Beitrag zur 10-Inch-Serie des Labels, die “Journey Goodbye
EP“, rotiert ein knappes Jahr später, getragen von “Atarius”,
einem Koloss von einem Song, auf Plattentellern quer durch Europa. Im
Team mit DJ Snatchatec entsteht 2007 die “Sound Convention Vol.1”
– ein Meilenstein von einem DJ-Mix und etwas später eine dazugehörige
Remix-12“. Die nächste Label-Compilation ist in Arbeit, eine
Live-Tournee des Labels geplant und auch über eine weitere EP und
das langerwartete Album wird laut nachgedacht. Sein auf Rollen fahrender
Drehstuhl kommt nicht zur Ruhe, rotiert durch sein Büro zwischen
Bildschirm, Reissbrett, Turntables und Telefon.... Die Suche geht weiter.
Mittlerweile hat DJ Scientist sich einen Namen gemacht als Künster,
Labelchef, Zeitungsherausgeber (DEAD Magazine) und nicht zuletzt als jemand,
dem man nächtelang zuhören möchte, wie er mit allen ihm
gegebenen Mitteln von seiner Suche erzählt. Gefesselt sitzt man da
und weiß: Magie entsteht nicht, sie will gefunden werden.
www.djscientist.com
www.myspace.com/djscientist
www.equinoxrecords.com
www.audiacrecords.com
DJ Snatchatec
Der erst 21-jährige DJ Snatchatec aus München
machte bereits den Support für Rap-Größen wie Krs One,
Busy Bee, Guru (Gang Starr), Masta Ace, Boot Camp Clik, Cali Agents, u.a.
Er ist Resident bei der Hip-Hop Clubnight Munichs Overflow im Zerwirk
Club, und zudem ein gerngesehener Gast-DJ bei der Fresh Inside Radioshow.
Zusammen mit DJ Scientist (Equinox Rec., Berlin) gründete er die
Formation „The Dedicated Beatheads“ (myspace.com/thededicatedbeatheads).
Unter diesem Crew-Namen erschien auch die letzte Mix-CD „Sound Convention
Vol. 1“, welche eine Stilmischung aus Hip-Hop-Tracks, über
Turntablism-Einlagen, bis hin zu Electro-Tracks darstellt. Auch Battle-Erfolge
hat DJ Snatchatec vorzuweisen: 2004 qualifizierte er sich bei den German
ITF Championships für das Finale der Scratching Category. Ab 2007
unterrichtet er als DJ-Trainer an der Vibra School of DJing (ehemals Vestax-DJ
School).
Für die nahe Zukunft stehen weitere Mix-CDs und ein Remix-Vinylrelease
an.
www.djsnatchatec.com
www.myspace.com/djsnatchatec
www.vibra.dj |
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Discography Dedicated
Beatheads: 2007 The Dedicated Beatheads - Sound
Convention Vol 1 (CD, Audiac)
2007 The Dedicated Beatheats “Remix Convention” 12”
2007 Cuts for Sadistik feat. Vast Aire “Writes Of Passage”
Discography DJ Scientist
Releases Vinyl:
2001 DJ Scientist "Mad Science Breaks" LP (Sellwell / Breakz’R’Uz
Records)
2002 Ground Zero “Misantropolis” EP (Audiac Records) (Production
and Co-Production)
2003 DJ Scientist “Nuttin Like (Remix)” 12” (Promo only
white Label)
2004 DJ Scientist “Anything About Nothing” Split 7”
(Equinox Records eqx-003)
2005 Various Artists “Welcome to the Neo Golden Age” 2LP (Equinox
Records)
(including the tracks “Raincoatman”, “Riding My Nightmare”
and “Twilight Zone”)
2005 Various Artists “High Heels & Fat Laces” BB Records
(including the track “Nuttin’ Like”)
2006 DJ Scientist “Journey Goodbye EP” 10” (Equinox
Records)
2006 DJ Sept The Neo Golden Age Remixes 10” (Equinox Records) incl.
Raincoatman (Remix) and “Twilight Zone (Remix)”
2007 The Dedicated Beatheats “Remix Convention” 12”
Releases CD:
2004 Various Artists “Welcome to the Neo Golden Age” Promo-CD
(Equinox Records)
(including the tracks “Raincoatman” and “Twilight Zone
(Extended Version)”)
2005 Various Artists “Welcome to the Neo Golden Age” CD (Equinox
Records)
(including the tracks “Raincoatman”, “Riding My Nightmare”
and “Twilight Zone”)
2005 Various Artists “Offbeats 2.0” Compilation CD (Subversiv
Records) (including the track “Raincoatman”)
2007 The Dedicated Beatheads – Sound Convention Vol.1
Mix CD Releases:
2004 DJ Scientist “Downtown Science” Mix-CD (Audiac Records
aucmx-001)
2005 DJ Scientist “III” Mix-CD (Audiac Records aucmx-002)
2005 DJ Scientist “Back to the Lab” Mix-CD (Audiac Records
aucmx-003)
2007 DJ Scientist “Orbits Of Dust” Mix-CD (Bonus Mix CD for
eqx009)
2007 The Dedicated Beatheads - Sound Convention Vol 1 (CD, Audiac) |
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